Festabend für ehrenamtliches Engagement ohne Dankesworte

Benennen hilft – der Gratifikationskrise entgegensteuern

Letzten Freitag war ich zu einem Engagiertenfest in meiner Kirchengemeinde eingeladen und, obwohl es gut gemeint war, wurde leider viel Potenzial in der Wirkung einer passenden Wertschätzung verpasst. Warum?

Es gab eine kurze Begrüßung („schön dass Sie da sind“) mit organisatorischen Hinweisen zum Buffet. Warum wir eingeladen waren, war anscheinend für alle Anwesenden selbstverständlich – es wurde nicht benannt. Im Nachgang zu diesem Abend wurde diese fehlende Ansprache dann auch als Kritik geäußert. Und das, obwohl der Rahmen wie das Catering oder die live Hintergrundmusik wirklich gut war.

Ein einfaches Dankeschön ist oft Wertschätzung genug

Mich hat die Situation an die Reflexionen zum Thema „Gratifikationskrise“ erinnert. Auch wenn es offensichtlich zu sein scheint ist es sinnvoll, das Dankeschön (an wen, wofür, kleine Besonderheiten) immer wieder explizit auszudrücken. Nur was wirklich in Worte gefasst ist, kann auch bei mir als Adressat des Dankeschöns ankommen. Zusätzlich hätte sich damit die Chance ergeben, mit anderen Engagierten über ihr Engagement ins Gespräch zu kommen. Dieser fehlende Austausch, hätte den Abend sicherlich bereichert.

Meine Erkenntnis aus meiner Führungspraxis daraus: Auch wenn Dinge offensichtlich zu sein scheinen, hilft es immer wieder in explizite Kommunikation zu gehen, wenn ich Wertschätzung zeigen will. Das schwäbische „net gschumpfe is globt gnug“ reicht einfach nicht!

Wer sich mit der Thematik noch tiefgründiger befassen will, empfehle ich dieses Buch.

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