Lob der Einfachheit

Lob der Einfachheit

Papst Franziskus rät zur Einfachheit in Unternehmen. Ein Auszug seiner Aussagen dazu:

„Ich lade euch ein, schon in eurem Privatleben auf Einfachheit und Nüchternheit zu setzen. Die Entscheidungen, die ihr dann geschäftlich treffen müsst, werden umso freier und besser sein, und ihr werdet dadurch größeren Frieden und größere Freude finden. Denn es ist die Einfachheit, die uns an kleinen Dingen Freude schenkt, Dankbarkeit für die Möglichkeiten, die das Leben uns bietet, ohne dass wir uns allzu sehr an das hängen, was wir haben, oder traurig sind über das, was wir nicht haben…“ so

Quelle: Papst Franziskus über die Wirtschaft sowie der Freude an kleinen Dingen in den vaticannews.

Unabhängigkeit als Grundvoraussetzung für unternehmerische Freiheit

Papst Franziskus spricht mir aus dem Herzen. Nur wenn ich innerlich frei und unabhängig bin, fällt es mir leicht, gut und richtig im Sinne des Unternehmens und im Sinne der Menschen (Mitarbeiter & Kunden) zu entscheiden. Vor einigen Wochen, auf dem Jakobsweg, ist mir das Thema Dankbarkeit wieder sehr bewusst geworden. Und dabei gleichzeitig nicht zu sehr an den Geschenken und Möglichkeiten des Lebens zu hängen. Letztendlich zählt nicht was ich habe und was ich nicht habe – zumindesten solange meine Lebensgrundlage nicht in Gefahr ist, was ich gottseidank in meinem Leben noch nicht erleben musste.

Unabhängigkeit sorgt nicht immer im ersten Schritt für vermehrte Harmonie

Im eigenen (nicht nur unternehmerischen) Alltag erlebe ich, dass diese Unabhängigkeit im Umfeld und bei Mitarbeitern/-innen auch für Irritationen sorgen kann. Immer wieder erlebe ich, dass Abhängigkeit ja auch für Verbindung und Kontakt sorgt. Gehe ich mit innerlicher Unabhängigkeit auf Themen zu, mag dies auch als kühl und nüchtern ankommen. Da gilt es dann auch für genügend „Schmierstoff“ zu sorgen. Franziskus selbst macht das in seiner Bewertung von „Laudato si‘ transparent: „Das ist eine Einschätzung, die manchmal etwas streng wirken könnte…“.

Im Zweifel würde ich lieber die Irritation in Kauf nehmen. Ausgesprochene Irritationen bieten auch immer die Chance, die Themen zu entdecken, die bislang noch zu wenig ins Licht gebracht wurden.

In diesem Sinne: Mut zur Unabhängigkeit und Transparenz!

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